HAGA Naturbaustoffe AG

Holzgebrannter Sumpfkalk aus dem Engandin

Holzgebrannter Sumpfkalk aus dem Engandin

Kalkbrennen nach alter Handwerkstradition für die Herstellung erstklassigen Sumpfkalks

Seit 2013 brennt Joannes Wetzel von Kalkkunst Sumpfkalk aus Dolomitkalk. Seit 2017 nutzt er dazu den Kalkofen «Chalchera Stella» oberhalb des Dorfes Sur En bei Sent im Unterengadin. Der Ofen wurde unter seiner Leitung aus den Überresten eines alten, beinahe vergessenen Kalkofens restauriert. Selbstverständlich mit regional selbstgebranntem Kalk. Der Aufbau des Ofens entspricht haargenau dem eines traditionellen Brennofens, wie er während Jahrhunderten zum Kalkbrennen genutzt wurde. Wesentliche Elemente sind die Kalkkammer – der Raum für den zu brennenden Kalkstein –, die Feuerkammer (auch Hölle genannt), ein Bankett, worauf die Steine geschichtet werden, ein Gewölbebau aus Holz zur Sicherstellung der Luftzufuhr und nicht zuletzt ein Deckel aus Lehm.

Langsames Brennen steigert die Qualität des holzgebrannten Sumpfkalks

Der Kalkofen wird langsam eingefeuert, damit die Dolomitkalksteine keine abrupten Temperaturwechsel erfahren und zerspringen. Am zweiten Tag, wenn der Ofen höhere Temperaturen erreicht, wird mit Lehmmörtel ein Deckel über der Feuerkammer errichtet. Das muss zügig geschehen, damit mit Holzsparren Luftlöcher in den noch feuchten Lehm gestanzt werden können, bevor dieser in der Hitze austrocknet. Sieben Tage lang brennt der Dolomitkalk nun unter stetiger Zugabe von Holz. Am sechsten Tag erreicht der Kalkbrand seine maximale Hitze. Die Temperatur von 1000 °C wird während 24 Stunden gehalten, um sicherzustellen, dass die Umwandlung des Steins bis in den Kern vollständig erfolgt. Die Steine sind nun nicht mehr grau, sondern schneeweiss. Der so gebrannte Kalk, der als Stückkalk bezeichnet wird, kommt anschliessend in die Wanne und wird mit Wasser gelöscht. Die exotherme Reaktion ist unüberhörbar und gut sichtbar: Es knackt, spritzt und dampft. Der weisse Stein zerfällt vollständig zu einer brodelnden, weissen Masse. Reinster Sumpfkalk ist entstanden!

Dolomitkalkstein aus der Region

Die Steine für den holzgebrannten Sumpfkalk stammen aus dem Val Trigl nahe der Alpengemeinde S-Charl. Der Name Dolomitkalk nämlich nichts mit den Dolomiten zu tun, sondern bezeichnet eine Gesteinsart, die je zur Hälfte aus Calcium- und Magnesiumcarbonat besteht. Natürlicher Dolomitkalk bildet sich in Sedimenten über Millionen von Jahren; die ältesten Vorkommen sind über 2,5 Milliarden Jahre alt.

Holzgebrannter Sumpfkalks als Basis für Naturbaustoffe höchster Qualität

Der holzgebrannte Sumpfkalk von Kalkkunst ist ein rares Gut, da die traditionelle Verarbeitung keine endlose Skalierung erlaubt. Seine Qualität ist unerreicht. HAGA braucht den Sumpfkalk als Basis für ihre Naturkalkputze und -farben. Er ist mit ein Grund für die hohe Qualität und die langjährig wirkenden positiven Eigenschaften unserer Naturbaustoffe.
Der holzgebrannte Sumpfkalk kann bei HAGA auch als Rohstoff für diverse Anwendungen im Gebinde bezogen werden – solange Vorrat!
Mehr über Joannes Wetzel Kalkkunst finden Sie hier: https://www.kalkkunst.ch/



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