HAGA AG, Rupperswil | Traditionelle Baumaterialien
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Traditionelle Baumaterialien

01 sep Traditionelle Baumaterialien

Wer kennt das Kolosseum, die chinesische Mauer, die Akropolis oder generell die sieben Weltwunder nicht? Wissen Sie, was diese Denkmäler, mit Ausnahme des Koloss von Rhodos, alle miteinander gemeinsam haben? All diese Bauwerke wurden mineralisch gebaut, das heisst auf irgendeine Weise wurden bereits in, um und an diesen Bauwerken Kalke, Lehme und zum Teil schon Zemente verwendet. Was aber am meisten fasziniert, ist die Tatsache, dass der Grossteil dieser Denkmäler heute noch stehen. Jahrhunderte, ja sogar Jahrtausende haben diese Bauwerke mehr oder weniger unbeschadet überstanden.

Lehm kann man wohl als eines der ältesten Baumaterialien überhaupt bezeichnen. Schon seit ca.10’000 Jahren wird er in Europa verwendet. Archäologische Funde aus der Osttürkei zeigen, dass Kenntnisse des Kalkbrennens bereits vor 14’000 Jahren bekannt waren. Die Römer entwickelten vor ca. 2000 Jahren einen zementähnlichen Baustoff und entdeckten etwa zur gleichen Zeit die Herstellung und Vorteile von hydraulischem Kalk. Beim Bau der Chinesischen Mauer wurden je nach Region und Baujahr unterschiedliche Materialien benutzt. Dieses Weltwunder besteht an einigen Stellen aus Lehmsteinen, Stampflehm und Lehmmörtel und an anderen Stellen wiederum aus Natursteinen und Kalkmörtel.

Heutzutage versucht man beim Unterhalt von historisch wertvollem Gebäudebestand genau dieses uralte Wissen miteinfliessen zu lassen. Mittels Analyse der Baustoffzusammensetzungen, auch Rezepturen genannt, können diese originalgetreu oder ähnlich nachgebildet werden. Bei der Auswertung solcher Analysen hat man festgestellt, dass alte Rezepturen sehr dauerhaft sind. Ein Beispiel: Die Baumeister der chinesischen Mauer verwendeten klebrigen Reis als Zuschlagsstoff im Mörtel, da dieser die Mischung fester und widerstandsfähiger gemacht hat. Solches Wissen um alte Rezepturen kann mithelfen, den historischen Gebäudebestand noch lange zu erhalten.

Das Wissen über diese alten und beständigen Baustoffe sollten wir bewahren, denn diese Gebäude beweisen anhand des Alters ihre Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Wir bei HAGA sind stetig bemüht, dieses Wissen zu bewahren, auszubauen und den individuellen Anforderungen am historischen Gebäudebestand gerecht zu werden.

Autor Danilo Pantellini, HAGA AG

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